Bereichernde ADFC Klausurtagung

 

Zur Eröffnung der Klausurtagung der Aktiven des ADFC Kreisverbandes Münsterland am Samstag in der Burg Lüdinghausen begrüßte Bürgermeister Ansger Merten die 30 Teilnehmer recht herzlich in der Burgenstadt.

 

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ADFC Klausurtagung mit dem Vorsitzenden Manfred Döpper © Thorsten Knölke

Er verwies mit Stolz auf die erste Fahrradstraße in Lüdinghausen. Dies werde aber erst der Anfang sein hin zu einer grundlegenden Verkehrswende, bei der das Fahrrad, gerade im Nahbereich und in der Stadt, eine ganz wichtige Rolle spielen werde, beziehungsweise auch in Lüdinghausen schon vielfach spielt. Die Verkehrswende ist ein wichtiger Teil zur Erreichung der Klimaziele, für die uns nicht mehr viel Zeit bleibt. Er dankte ausdrücklich dem ADFC Lüdinghausen und dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Münsterland, Manfred Döpper, für die vielfältige und konstruktive Unterstützung zur Erreichung dieser Ziele.

Für die professionelle Durchführung der Klausurtagung, auf der der ADFC Münsterland seine Ziele und Arbeitsschwerpunkte für die nächste Zeit erstellte, sorgte der Logistiker und Coach Thomas Kerkenhoff. Souverän führte er durch die Tagung. Themen waren unter anderem:

Was ist denn ein Mapathon?

Die ADFC Ortsgruppe Nottuln stellte die respektablen Ergebnisse des Mapathon vor: Planungen für ein Radwege-Netz für alle und für alle Ziele in der Stadt.

Mapathon ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus Marathon und Map (Karte), in Anlehnung z.B. an die Hackathons. Beim Mapathon haben sich alle relevanten Gruppen und Institutionen in Nottuln in einem mehrwöchigen Prozess beteiligt und gemeinsam eine Karte der "Radwege-Bedürfnisse" angefertigt. Jetzt ist die Stadtverwaltung und Politik am Zuge, die so gewonnenen Ergebnisse umzusetzen.

Günter Dieker fasste den Mapathon so zusammen: „Ohne ein gut durchdachtes Angebot gibt es auch keine Nachfrage Rad zu fahren!“

Neue Zielgruppen

Der ADFC möchte für sich folgende neue Zielgruppen erschließen: Familien und Kindern, Alltagsradler:innen, Radfahrende mit Handicap und Fahrradfahrende Arbeitgeber. Es wurden Ideen gesammelt, wie man diese Personengruppen ansprechen und für sich gewinnen kann.

Wertvoller Meinungs- und Erfahrungsaustusch

Zur besseren Kommunikation und Umsetzung der Ziele des ADFC wünschten sich die Aktiven:

  • Regelmäßige Treffen der verschiedenen Ortsgruppen zum Erfahrungsaustausch
  • Ein Portal, auf dem sich die Ortsgruppen im Kreisverband direkt austauschen können
  • Ein elektronisches schwarzes Brett
  • Fortbildungsangebote für vielfältige Bereiche
  • Eine Radtour mit allen Radtourenleiter:innen

Am Ende waren sich alle einig, dass so eine Klausurtagung jährlich stattfinden sollte. Es war unglaublich bereichernd, hier Meinungen, Hinweise und Tipps aus dem gesamten Kreisverband direkt zu erfahren und sich darüber auszutauschen.

 


https://muenster.adfc.de/neuigkeit/bereichernde-adfc-klausurtagung

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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