Besuch beim Fahrradklimatest-Sieger in Wettringen

 

Bei den letzten Tests war Wettringen immer mit in der Spitzengruppe vertreten und diesmal beim ADFC Fahrradklimatest 2020 stehen sie mit der Traumnote von 1,96 ganz oben auf dem Siegerpodest.

 

Sieger-Kommune
Sieger-Kommune © Norbert Bieder

Der ca. 8300 Einwohner zählende, 12 km westlich von Rheine liegende Ort gehört zum ADFC Kreisverband Münsterland.

Manfred Döpper, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes mit seiner Ehefrau Franziska und Heinz Schlüter aus Lüdinghausen, sowie Leezen-Kurier Redakteur Norbert Bieder aus Münster nahmen den Erfolg zum Anlass für einen Besuch der siegreichen Kommune.

Radwanderern dürfte der Ort ebenfalls bekannt sein. Führen doch die 100 Schlösser-Route (Nordkurs), Aa-Vechte-Route, Vechtetalroute, Radbahn Münsterland und die Route „Max-Clemens-Kanal“ durch Wettringer Gemeindegebiet.

 

Bürgermeister Berthold Bültgerds und Markus Rehers schilderten uns eindrucksvoll die bereits beendeten, wie aber auch die Zukunftspläne in Sachen Fahrradinfrastruktur. Es ist erstaunlich, wie in einer so ländlichen Gemeinde, in der das Auto noch einen anderen Status hat als in einer Großstadt, Hand in Hand mit Bürgern, Politik und Verwaltung, eine Infrastruktur für das Fahrrad geschaffen wurde.

Bundesweite beste Traumnote von 1,96

Die Bürger von Wettringen engagierten sich auch an Bürgerradwegen. Hier wird ein Großteil der Aufwendungen von den Anliegern in Eigenleistung vollbracht. Da die allermeisten Wohngebiete unmittelbar um den Ortskern angelegt sind, können die notwendigen Wege zur Schule und zum Einkaufen gefahrlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dafür sorgen einerseits viele Tempo-30-Zonen und natürlich gut durchdachte und angelegte Fahrradwege. In dem 2004 angelegten Fahrradwegenetzplan wurden auch die Wirtschaftswege in die umliegenden Bauernschaften berücksichtigt. Hiervon profitieren die Bewohner und es dient der Förderung des Fahrradtourismus. Die Straßen zu den umliegenden sechs Gemeinden sind allesamt mit Radwegen ausgestattet.

Sorge um die Sicherheit der Kinder war oft Motor für den Radwegebau

Da Wettringen keinen Bahnanschluss hat, wurde der Busbahnhof für ca. eine Million Euro saniert. Hier kann der Pendler sein Fahrrad sicher vor Vandalismus und Witterung unterstellen und die regelmäßigen Verbindungen in die Nachbargemeinden nutzen.

Für die weiteren Investitionen in die Radwege sorgen einerseits die gesunde Finanzlage der Gemeinde, aber auch, wie der Bürgermeister zugibt, die Fördergelder von Bund und Land. Die Verantwortlichen hier in der Gemeinde wollen sich nicht auf dem Erfolg ausruhen, sondern weiterhin die gute Infrastruktur verbessern, um einerseits die Tourismus- und Freizeitradler zu fördern, als auch dem Alltagsverkehr eine Alternative zum PKW zu bieten.

Wir vom ADFC Kreisverband bedanken uns für die ausführlichen Informationen und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.

Norbert Bieder


https://muenster.adfc.de/neuigkeit/besuch-beim-fahrradklimatest-sieger-in-wettringen

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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