Die 30. Tour de Natur kommt nach NRW

 

Münster – Kleve – Duisburg – Jüchen/Garzweiler ­ • 24. Juli bis 9. August 2021

Die »Tour de Natur« ist Umweltengagement und entspanntes Radfahren, Bildungsurlaub und Festival (natürlich corona-gerecht!).

 

Tour de Natur
Mit guter Laune durch die Natur © Frank Vogelsteller

In jedem Jahr vernetzt sich die Tour mit lokalen Initiativen auf der Strecke und unterstützt sie aktiv. Entlang der Tourstrecke wollen wir Alternativen nachgehen, über unsere Zukunft diskutieren und uns vernetzen, damit die Projekte und Ideen auch an anderen Orten Früchte tragen!

In diesem Jahr geht es von Münster über Ahaus und Kleve mit einem Abstecher nach Nijmegen über Duisburg und Essen ins Rheinische Braunkohlerevier.

Eigentlich sollte die Tour in dieser Form bereits 2020 stattfinden. Coronabedingt musste die Fahrraddemo verschoben werden. Stattdessen gab es 2020 eine kleinere Corona-Alternativ-Tour zu den Ursprüngen der Tour de Natur, den Widerstand gegen die „Thüringer-Wald-Autobahn“ in Südthüringen und Franken.

 

Auf dem zweiten Anlauf hat das ehrenamtliche Orga-Team die Demotour durch NRW auf die Beine gestellt – trotz aller Unwägbarkeiten. Die Organisator:innen der diesjährigen Tour de Natur kommen aus NRW, aus anderen Orten in Deutschland und aus den Niederlanden.

Der rote Faden ist die Klimakrise

Der rote Faden für 2021 ist gesetzt durch die Klimakrise: Ein breites Spektrum von Themen aus Verkehr, Energie, nachhaltigem Wirtschaften und Leben wird uns auf der Tour begleiten.

Nach 2014 ist es die zweite Tour de Natur durch den Westen der Republik - wir nehmen alte und neue Themen auf und schauen, was sich in sieben Jahren getan hat!

Der Radschnellweg 1 ist die erste Fahrrad-Landesstraße, auch wenn die 2,7 km der geplanten 101 km ein eher symbolischer Anfang sind. Vor 6 Jahren haben wir in Herten einen Bahnanschluss gefordert, der jetzt (fast) Wirklichkeit geworden ist. In den letzten 6 Jahren hat der Tagebau Garzweiler die von uns besuchten Orte Immerath und Borschemich geschluckt. Doch der Widerstand gegen den klimaschädlichen Braunkohleabbau ist eine starke Bewegung geworden, die wir wieder unterstützen möchten!

Am Startpunkt Münster sind viele Radwege in die Jahre gekommen, Investitionen in den immer noch wachsenden Radverkehr stocken. Das will die Tour de Natur erkunden und Nachbesserungen einfordern. Auch der umstrittene vierspurige Ausbau der B 51 nach Telgte und Warendorf wird zum Auftakt thematisiert.

B 51 wird eine fast Autobahn

Die Tour de Natur ist ein soziales und zivilgesellschaftliches Experiment das sich jedes Jahr quasi neu erfindet. Die Tour wird zu 100 Prozent ehrenamtlich organisiert und auch während der Tour braucht es Unterstützung von allen Teilnehmer*innen.

So wird die Tour de Natur jedes Jahr wieder zu einem spannenden Ereignis: wir helfen Bürgerinitiativen, Gehör für ihre Anliegen zu bekommen oder den jahr(zehnt)elangen Kampf nicht aufzugeben (siehe Wikipedia). Wir setzen ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität und Lebensweise. Last but not least hat am Ende auch jeder Teilnehmer Anstöße für seinen Alltag und für seine politischen Aktivitäten und viele persönlichen Kontakte im Gepäck, wenn er wieder nach Hause fährt.

Mitradeln können alle: Du brauchst nur Alltagsfitness und ein tourentaugliches Rad. Übernachtet wird in Turnhallen oder im eigenen Zelt, Isomatte und Schlafsack sind mitzubringen.

Der Tagesbeitrag mit Vollverpflegung beträgt für Erwachsene 10,- bis 25,- Euro und für Kinder ab 11 Jahren 5,- Euro; für jüngere Kinder wird kein Beitrag erhoben.

Weitere Infos und Anmeldung: www.tourdenatur.net | Hotline ab 24.7. 0176 - 96 52 34 08


https://muenster.adfc.de/neuigkeit/die-30-tour-de-natur-kommt-nach-nrw

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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